Zwischen 26. Februar und 25. März 2006 führte LOXX-org ein Voting durch. Es ging um die Frage, ob die Mehrzahl der Seitenbesucher für die umstrittene, geplante Einführung neuer Fahrverbotsregelungen für Dieselfahrzeuge beim Erreichen bestimmter Feinstaub-Belastungen sind. Hier sehen Sie das Ergebnis der Umfrage:.

Das Ergebnis des Votings spricht eine eindeutige Sprache. Von insgesamt 247 Lesern, die sich an der Umfrage beteiligten, stimmten 71 %, das waren in diesem Fall 176 Leser, gegen zusätzliche Fahrverbotsbestimmungen für PKW. Lediglich 15 % (36 Leser) hielten die Einführung zusätzlicher Fahrverbote bei erhöhter Feinstaubbelastung für richtig. 7 % (18 Leser) wussten nicht, welchen Standpunkt sie zu diesem Thema einnehmen sollten und weiteren 7 % (17 Leser) war die Thematik egal.
Völlig entkoppelt von diesem speziellen Thema kann man auch sagen, dass viele Menschen den ständig anwachsenden Umwelt-Bürokratismus in Europa und in Deutschland leid sind, in dessen Rahmen laufend neue Reglementierungen erfunden werden. Dieser Bürokratismus entwickelt eine zunehmende Eigendynamik, die bald alles hemmt und unmöglich macht.
Erstaunlich viele Leser sind sich offensichtlich im Klaren darüber, dass die Abwälzung der Feinstaubproblematik auf den Straßenverkehr ein Irrweg ist. Zweifellos trägt der Straßenverkehr und auch insbesondere ältere Dieselfahrzeuge ihren Teil zur Feinstaubbelastung bei, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Gesamtanteil an der Feinstaubbelastung durch diese Fahrzeuge im einstelligen Prozentbereich liegt. Bevor man hier mit Kanonen auf Spatzen schießt, müsste dann schon längst das Heizen mit altmodischen Heizmethoden, etwa mit Kaminen, Holz- und Kohleöfen gesetzlich verboten werden, da die Feinstaubbelastung, die von solchen, zwar gemütlichen, aber auch höchst umweltbelastenden Heizanlagen ausgeht, über 15 mal größer ist, als die Belastung die der Gesamtverkehr in ganz Deutschland erzeugt. Die angestrebten Fahrverbote könnten im günstigsten Fall eine kurzfristige Reduktion um bestenfalls 2-3 % (wohlgemerkt gemessen direkt neben den Straßen) bewirken. Im Bereich der Wohnungen wäre dieser Entlastungseffekt meist schon kaum noch nachweisbar. Während der Heizphasen (in der kalten Jahreszeit) würde hingegen ein Verbot der Holzheizung eine Reduktion des Feinstaubes von bis zu 35 % bewirken.
Es passt auch irgendwie nicht zusammen, dass man Eigentümer von modernen, sauberen Heizungen mit laufend strenger und teurer werdenden Kontrollen reglementiert, während man auf der anderen Seite weiter das völlig unkontrollierbare Heizen mit Holz propagiert, welches beispielsweise im Vergleich zum Heizen mit Erdgas mehr als das 1000-fache an Schadstoffen ausstößt.
Geradezu widersinnig ist in diesem Zusammenhang, dass angebliche Umweltfachleute (besonders solche, die grün angehaucht sind) überall die Werbetrommel für das Heizen mit Holz rühren, nur weil dies angeblich aufgrund des nachwachsenden Rohstoffs Holz umweltneutral sei. Diese Aussage reduziert jedoch das ganze Umweltverhalten nur auf das beim Verbrennen abgesonderte Kohlendioxyd, welches als solches noch nicht einmal ein direkter Schadstoff ist. Es trägt wohl zum berüchtigten Ozonloch bei. Die anderen, wirklichen Schadstoffe, die beim Heizen mit Holz jedoch abgesondert werden, die für zahllose ernsthafte Krankheiten verantwortlich sind, werden bei dieser Betrachtung überhaupt nicht berücksichtigt. Des weiteren muss gesagt werden, dass Holz welches nicht verbrannt wird, die Umweltbilanz noch wesentlich besser beeinflussen würde. Wir sind eindeutig in Sachen Heizen durch diese Politik der Volksverdummung auf einem Rückschritt, da wieder mehr Leute mit Holz heizen und die Zustände sich in unseren Städten wieder mehr denen der 60iger Jahre nähern, in denen die Luft ständig geschwängert ist vom ekligen Gestank offener Feuerstellen.
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